2.5.2022, 11:02

Modernstes Karosserie- und Lackcenter von mobilog in Lupfig eröffnet

Mit der Inbetriebnahme des neuen Karosserie- und Lackcenters in Lupfig setzt die AMAG ihre Nachhaltigkeits- und Klimastrategie weiter konsequent um. Das Anfang Mai eröffnete und von der mobilog betriebene Center zählt zu den modernsten und effizientesten seiner Art und ist Teil einer grösseren Bauplanung in Lupfig. Der Einsatz verschiedener neuer Technologien spart nicht nur Energiekosten, sondern schont auch die Umwelt. Pro Jahr werden durch Bauweise und Technologien rund 35 Tonnen CO2 weniger ausgestossen und 176’000 Kilowattstunden Strom selbst produziert.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind für die AMAG Gruppe Grundlage des geschäftlichen Handelns. So will die AMAG gemäss ihrer Strategie bis im Jahr 2025 als Unternehmen klimaneutral werden und hat die Ambition, bis 2040 einen klimaneutralen Fussabdruck gemäss Nettonull zu erreichen. Eine zentrale Rolle spielen dabei auch die Immobilien.

Multifunktionaler Arbeitsplatz

Ein Vorzeigebetrieb ist hierbei das neue Karosserie- und Lackcenter in Lupfig, das in einer bisher fremdvermieteten Halle entstanden ist und nach einer rund einjährigen Bauzeit am 2. Mai eröffnet wird. Hier werden die Schäden an den Fahrzeugen, die im Fahrzeuglogistikzentrum (FLZ) ankommen, gleich selbst behoben. Dabei kommen verschiedene neue Technologien zum Einsatz, die auch dazu beitragen, die Vorgaben der Nachhaltigkeits- und Klimastrategie der AMAG umzusetzen. Zu den wichtigsten Neuerungen gehört der sogenannte «Cameleon-Arbeitsplatz» im Karosseriewerk, ein sogenannter Multi-Material-Mix-Arbeitsplatz für alle notwendigen Karosseriearbeiten unabhängig vom Material der Karosserie.

Bei Lackierungsarbeiten wird die «Paint-PerformAir»-Technologie eingesetzt. Dadurch und durch eine spezielle Wärmerückgewinnung in den Lackierkabinen kann die für die Lacktrocknung nötige Temperatur um die Hälfte reduziert werden. Zu dieser Verbesserung tragen neben dieser Kombination auch lufttrocknende Klarlacke bei. Für die Reduktion der Personal-, Material- und Zeitkosten sorgt die Vorbehandlung der Anbauteile mit dem sogenannten Big-Box-Blower, der ein Wirbelstrom-Rotationsverfahren anwendet, bei dem die zu lackierenden Teile mit mikrofeinen Mattierungspartikeln bearbeitet werden.

Effiziente Farbmischung

Und auch ein vollautomatisches Lackmischsystem trägt einiges dazu bei, dass der Betrieb von mobilog in Lupfig zu den modernsten und nachhaltigsten Karosserie- und Lackcentern gehört. Das System garantiert das effizienteste Verfahren zur Farbmischung, arbeitet rund 30 Prozent schneller als der Vorgänger und schont so die Umwelt. All diese neuen Technologien zusammen haben im Endergebnis eine grosse Wirkung und tragen ihren Teil zur Nachhaltigkeit bei: Durch die Reduktion des Energiebedarfs werden insgesamt rund 35 Tonnen CO2 pro Jahr gespart.

PV-Anlage auf dem Dach

Auch die Energiegewinnung und -verwendung erfolgt unter nachhaltigen Aspekten. Grundsätzlich wird im neuen Karosserie- und Lackcenter der mobilog in Lupfig mit Biogas geheizt. Auf dem Dach des Karosseriecenters ist zudem eine von aktuell elf Photovoltaikanlagen innerhalb der AMAG Gruppe installiert, die eine Fläche von rund 1000 Quadratmetern umfasst. Dank dieser Anlage können unter optimalen Bedingungen 176’000 kWh Strom pro Jahr selbst produziert werden, die 80 bis 90 Prozent des Eigenbedarfs abdecken und nicht aus dem Stromnetz bezogen werden müssen.

Im alten Betrieb in Lupfig wurden im Jahr 2021 rund 4100 Fahrzeuge instand gestellt. Er liegt auf der gegenüberliegenden Strassenseite des mobilog Neubaus und wird möglicherweise für eine befristete Zeit zwischengenutzt. Das Karosserie- und Lackcenter ist Teil einer grösseren Planung der AMAG mit Ausbau- und Umbaumassnahmen in Lupfig, die auch die Academy, das Autolagerhaus und das Technische Servicecenter (TSC) betreffen.

 

Bild 1: Neubau K+L Lupfig von aussen mit Photovoltaikanlage auf dem Dach

Bild 2: Neubau K+L Lupfig von innen

Bild 3: Arbeitsplatz «Cameleon»

Bild 4: Arbeitsplatz Karosserie

Bild 5: Arbeitsplatz Lackiererei

Bild 6: Arbeitsplatz Farbmischung

 

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